Zu Pfingsten 2014 trafen wir uns mit ein paar anderen schotteraffinen  Salzburger Freunden auf einem Campingplatz in der Nähe von Kobarid/SLO und  stellten das Wochenende unter das Motto “Pfade finden”. Da ja das Socatal im 1. Weltkrieg ein wichtiger Teil der österr.-ungar. Südwestfront war und hier 12 Isonzoschlachten geschlagen wurden, sollte es doch noch einige  alte Militärstraßen geben, die wir zu erkunden gedachten. Als erstes erkundeten Verena und ich, den Krn bzw. wie weit man auf dem Weg zum Gipfel kommt. Was uns gleich auffiel, waren die immensen Verwüstungen im Wald durch den  Schneedruck und Eisregen den es im Winter 2013/2014 in diesem Gebiet gab. Es sah  fast so aus, wie wenn tausende von Artilleriegranaten in den Baumwipfeln  explodiert wären. Zu Mittag trafen wir uns dann mit unseren Salzburger Freunden und erkundeten  weitere Pfade und Seitentäler links und rechts der Soča. Nachdem wir schon einiges gesucht hatten, aber keine legal befahrbaren Pfade  gefunden hatten, beschlossen wir auf den Mali Homec zu fahren und von dort die  Abfahrt nach Boceč zu finden, die es früher mal gegeben hatte. Leider hat sich einer der beiden KTM-  Fahrer bei der Auffahrt einen  Metallsplitter in den Hinterreifen  eingefahren und musste in Begleitung der  anderen KTM zurück zum Campingplatz  fahren, da ausreichendes Werkzeug und Flickmaterial vor Ort nicht vorhanden war. So fuhren nur ich mit der TransAlp und mein Freund mit seiner Africa Twin weiter.  Verena war wegen der großen Hitze schon zuvor zum Campingplatz abgebogen. Am Abend trafen wir uns alle wieder und halfen beim Flicken des Patschens.  Danach gabs gutes Essen und dann saßen wir noch lange zusammen. Tags darauf fuhren wir zuerst zur Heiligen Geist Kirche in Javorca im Tolminka Tal. Dies ist eine Kirche, welche von österr. Soldaten 1916 während des 1. Weltkrieges  erbaut wurde. Der Innenraum ist mit Ornamenten und Fresken im Jugendstil  geschmückt. Auf der Aussenwand sind die Wappen aller Kronländer Österreich-  Ungarns abgebildet. Nach diesem “kulturellen Highlight” fuhren wir nach Tolminske Ravne rauf ... leider ist auch das eine Sackgasse. Aber wir sahen wieder die Verwüstungen des  vergangenen Winters. Nach einer kräftigen Abkühlung in der Soča - immerhin hatte es an diesem Tag mehr als 33°C im Tal - fuhren wir auf die ital./slow. Grenzkammstraße und hatten  phänomenale Ausblicke auf das Sočatal und die Julische Alpen. Am Ende der Grenzkammstraße, in der Ortschaft Livek kann man dann auf den  Monte Matajur abbiegen - was wir auch taten. Nach einer kurzen Asphaltpassage  fuhren wir einen längeren Abschnitt auf einer feinen Schotterstraße. Erst direkt an  der Grenze zur Italien begann der Weg ziemlich holprig und schlecht zu werden.  Leider ist - zumindest von slowenischer Seite aus - eine Auffahrt bis zum Gipfel  nicht möglich. Bei der Abfahrt vom Monte Matajur kamen wir auch noch an jener Stelle vorbei, von der der damalige Oberleutnant Rommel im Rahmen der 12. Isonzoschlacht mit  seiner Infantriekompanie den Sturm auf den Matajur begann und sich dafür den  Pour le Merrit verdiente. Alles in Allem verbrachten wir ein paar schöne Tage im Sočatal, wenngleich es auch sehr heiß war.
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