TAG 4 Polenrundfahrt Der 4. Tag unserer Polenrundreise stand von Anfang an unter dem Thema  “Kilometerfressen”. Wir wollten es an diesem Tag schaffen, von Danzig bis an die  deutsch/polnischen Grenze in der Nähe von Frankfurt/Oder zu fahren. Also standen wir relativ bald auf. Von dem Regen, der uns gestern die Nachspeise  etwas verwässerte war nichts mehr zu sehen. Der Himmel war blau, und die Sonne  schien. Aber leider war es gegenüber der letzten Tage noch einmal kühler geworden. Und so zogen wir uns so ziemlich alles an was wir mit hatten und fuhren nach einem  kurzen, aber ausgiebigen Frühstück von Danzig ab. Das fahrerische Erlebnis blieb an diesem Tag etwas auf der Strecke. Die gewählten  Straßen waren zumeist kilometerlang sehr gerade und jeder noch so kleine Knick  wurde hunderte Meter zuvor angekündigt und mit Geschwindigkeitsbegrenzungen  versehen. Aber trotzdem fuhren wir - dem Seitenwind sei Dank - immer wieder  recht brav in Schräglage. Entgegenkommende LKW machten die Sache dann noch  zusätzlich interessant - erst die “Bugwelle” des LKW, dann der Windschatten, dann  die Turbulenzen und dann wieder der normale Seitenwind ... da hat es uns immer  ganz schön gebeutelt! Bei so einer Tagesplanung blieben wir  natürlich nur zum Tanken stehen (da  tranken wir dann auch immer warme  Getränke) und wenn uns die Blase  drückte. Aber Trotzdem fand sich manchmal was  entlang der Strecke, was es wert war zu  fotografieren. Bei Połęcko überquerten wir mit einer Fähre die Oder. Kurz nach der Überquerung der Oder begannen wir uns nach einem Nächtigungsplatz umzusehen. Nachdem es, je weiter wir nach Süden kamen, immer wärmer wurde,  hatten wir beschlossen, diese Nacht in unserem Zelt zu verbringen. Aber auch,  damit wir unser Zelt, Schlafsäcke und U-Matten nicht umsonst 5 Tage lang für  etliche Kilometer durch die Gegend führten. Und so fanden wir ein paar Kilometer südlich von Gubin in einem der großen  polnischen Föhrenwälder einen netten Platz für unser Zelt. Und aufgrund des  Sandbodens und des vielen Mooses, das darauf wuchs hatten wir eine wirklich  weiche Bettstatt. Nach einem guten Essen aus Verenas Campingküche und je zwei Gläschen Rotwein  mummelten wir uns in unsere Schlafsäcke und verbrachten eine äußerst ruhige und  erholsame Nacht.
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Track 6. Tag - 484 km