TAG 2 Polenrundfahrt Nach einer recht erholsamen Nacht und einem reichlichen Frühstück beluden wir  wieder unsere Motorräder. Der Himmel war wieder blau, aber es war doch recht  kalt. Die Thermometer auf unseren Motorrädern zeigten rund 10°C an. Und so zogen wir an Gewand alles an, was wir so mit hatten. Um aus Torun rauszukommen benutzten wir natürlich die großen Ausfallstraßen.  Aber sobald wir aus dem Ballungszentrum draußen  waren bogen wir wir wieder auf kleine, tlw.  unbefestigte Straßen ab. Und solange der Sand nicht zu tief wurde, fühlten  wir uns inzwischen auch schon recht sicher. Bei einem Fotostopp entdeckte ich an einem Baum die gelbe Jakobsmuschel auf  blauem Grund - das Zeichen für Pilger, dass sie sich am Jakobsweg befinden. Das Ende des Jakobsweges befindet sich in Spanien am Kap Finister bzw. in der  Wallfahrtskirche in Santiago di Compostela, wo sich das Grab des Hl. Jakob  befindet. Siehe dazu auch unsere Spanienreise 2012. Und so fuhren wir Kilometer um Kilometer auf den sandigen Piste immer entlang  des Flusses  Drwęcy, der in diesem Abschnitt naturbelassen ist und stark mäandert. Im Laufe des Tages wurde es immer wärmer, der Sand immer tiefer, und der  Kilometerschnitt immer  geringer. Wir beschlossen  an einer Stelle, wo der  Sand besonders tief und  locker war uns von den  unbefestigten Wegen zu  verabschieden und wieder  auf Asphalt zurück zu  kehren. Nachdem wir noch gut 2/3 der heutigen geplanten Tagesetappe vor uns hatten,  machen wir mal ein wenig Strecke und schauten, dass wir die Region der  masurischen Seenplatte erreichten. Auch wenn es so aussieht, als würde ich nach dem richtigen Weg suchen ... so war  es nicht. Die Stadt Mikolajki (zu deutsch Nikolaiken) war von Anfang an unser  Ziel.In Mikolajki angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einer  Unterkunft. Campen war, wegen der anhaltenden kalten Temperaturen nicht auf  unserem Plan-Wir fanden dann ein günstiges und gutes Plätzchen im Hotel  “Caligula”. Obwohl der Name römisch klingt hat es damit gar nichts zu tun. Aber  das Zimmer war echt okay! Nachdem wir das Zimmer bezogen, und unsere Motorräder am hoteleigenen  Parkplatz diebstahlsicher abgestellt hatten, machten wir uns auf den Weg um die  kleine Stadt zu erkunden, ein paar Schritte zu gehen und die wärmenden Strahlen  der untergehenden Sonne zu genießen. Als wir dann gegen 20.30 Uhr in ein von uns zuvor ausgewähltes Restaurant essen gehen wollten standen wir vor verschlossenen Türen - Ja, so ist die Vorsaison. Da wird früher zugesperrt, und  später aufgesperrt  - der kommende Sommer wird wohl anstrengend genug. Gott sei Dank fanden wir  aber noch ein anderes Lokal, das und bewirtete. Aber  auch hier waren wir die  einzigen Gäste. Gegen 23 Uhr ging der Tag dann für uns zu Ende.
Track 4. Tag - 260 km
Am Jakobsweg
Als Jakobsweg (spanisch Camino de Santiago) wird  eine Anzahl von Pilgerwegen durch ganz Europa  bezeichnet, die alle das angebliche Grab des  Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in  Galicien (Spanien) zum Ziel haben. In erster Linie  wird darunter der Camino Francés verstanden, jene  hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse  Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab führt und die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella,  Burgos und León miteinander verbindet. Diese Route, so wie sie heute noch begangen wird, entstand in  der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Polen In Polen entstehen seit 2005 Wege der Jakobspilger,  die in Görlitz, Frankfurt (Oder) und Kamminke an das deutsche Wegenetz anschließen. So wurde der  ökumenische Pilgerweg im Verlauf der Via Regia bis  zur Grenze zur Ukraine verlängert. Auch ein Weg,  der von Olsztyn (Allenstein) über Görlitz und Prag  führt, wurde markiert. Es gibt auch mehrere lokale  und regionale Zubringer zu den Hauptrouten des  Pilgerweges. Quelle: Wikipedia
MASUREN: Ist eine Region des ehemaligen Ostpreußens in der  im Norden Polens gelegenen Woiwodschaft Ermland-  Masuren. Geografisch ist die Region nicht eindeutig  festgelegt. Grob beschrieben liegt sie im Sechseck  Ełk (Lyck), Pisz (Johannisburg/Johannisburger  Heide), Mrągowo (Sensburg), Kętrzyn (Rastenburg),  Węgorzewo (Angerburg), Olecko (Treuburg) mit  Giżycko (Lötzen) und Mikołajki (Nikolaiken) an der  masurischen Seenplatte. Die Seenplatte befindet sich im Südwestteil des  Baltischen Landrückens. Sie besteht aus einer  Vielzahl von Seen in einer eiszeitlichen  Moränenlandschaft. Charakteristisch für diese  Landschaft sind glaziale Rinnen zwischen den  Hügeln, entstanden durch die abtragende Wirkung  der Schmelzwässer beim Abschmelzen der Gletscher, die später die Seen aufnahmen. Die Seenplatte hat  eine Größe von etwa 1700 km².  Entwicklungsgeschichtlich und landschaftlich  ähnliche Seenplatten sind die Finnische, die  Pommersche und die Mecklenburgische Seenplatte  sowie die Holsteinische Schweiz. Der inoffizielle Name Masuren kam seit dem 18.  Jahrhundert in Gebrauch, da sich viele evangelische  Zuwanderer aus dem südlicher gelegenen Masowien  in Ostpreußen angesiedelt hatten. Der Eigenname  der Masowier bedeutet „Mensch“ oder „Einwohner“  und entspricht dem polnischen „mąż“: Mann. Der  polnische Name ist im Gegensatz zum deutschen ein  grammatischer Plural. Seit der Teilung Ostpreußens  1945 ist Masuren die größte Seenlandschaft Polens. Quelle Bild und Text: Wikipedia 
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Mikołajki: Mikołajki ist ein altes Kirchdorf in Masuren, das 1444  erstmals als Nickelsdorf (oder St. Niclas) erwähnt  wurde. Benannt ist die Stadt nach dem  Kirchenpatron Sankt Nikolaus, dem Schutzpatron der Fischer. Ab 1610 findet sich der Ort dann erneut  unter dem Namen Nikolaiken. Die drei  Siedlungskerne mit Koniec und Koslau waren im 18.  Jahrhundert so weit zusammengewachsen, dass der  Ortschaft 1726 durch den preußischen König  Friedrich Wilhelm I. die Stadtrechte gewährt  wurden. 1911 wurde Nikolaiken an das Bahnnetz  angeschlossen. Durch die Lage am Spirdingsee war  die Fischerei von jeher ein bedeutender  Erwerbszweig in Nikolaiken. Namentlich die  Nikolaiker Maränen (Speisefisch) machten die kleine  Stadt weit über Ostpreußen hinaus bekannt. Bis 1945  gehörte die Stadt zum Landkreis Sensburg in der  Provinz Ostpreußen. Im Zweiten Weltkrieg wurde  Nikolaiken als eine der wenigen Städte in  Ostpreußen nicht zerstört. Während des Krieges war  dort die deutsche Abwehr unter Admiral Canaris  stationiert. Der Großteil der deutschen Bevölkerung, soweit  nicht bereits geflohen, wurde nach 1945 vertrieben. Quelle: Wikipedia