Das Frühstück nahmen wir heute im  Garten des Guesthouses ein. Eines der fahrerischen Highlights  dieser Tour wäre die Befahrung des  Pelister gewesen, was ja aufgrund  Verenas Schulterverletzung zumindest für sie flach fiel. Nun hatte ich die  Idee, dass ja zumindest ich den  Pelister befahren könnte. Ich begann  schon meine TransAlp vom Gepäck zu  befreien, da sah ich, dass über dem  Bergmassiv des Pelister dicke Wolken  hingen und diese recht weit herunter  reichten. Also habe ich die Befahrung des Pelister auch fallen lassen. Dies ist nach  dem Tomorri bei Berat in Albanien nun schon die zweite offene Rechnung, die ich aus dieser Reise habe. Also bepackten wir die Motorräader wieder und machten uns auf zu unserem nächsten Ziel dem Kloster Treškavec. Diese Kloster zu besichtigen war uns von Freunden   empfohlen worden, die sowohl den Pelister als auch das Kloster im Herbst 2012  besichtigt hatten. Wir nahmen die Schnellstraße nach Prilep und suchten uns dort die Straße zum  Kloster. Der Erzählungen unserer Freunde nach sollte das eine unbefestigte, etwas  gröbere Straße sein. Aber wir waren überrascht, als wir auf einer tadellos  asphaltierten Straße rauf zum Kloster fuhren. Einige Höhenmeter unterhalb des Klosters war dann ganz offensichtlich der Parkplatz  für Besucher. Wir waren die einzigen und stellten, ordentlich wie wir sind, unsere  Motorräder ab und gingen im Schweiße unseres Angesichts hinauf zum Kloster. Oben  am Kloster angekommen erkannten wir, dass das Kloster völlig zerstört war. Es bot  sich uns ein äußerst trostloser Anblick. Die Gebäude waren - bis auf den Betonanteil  zerstört. Die Kirche, äußerlich unbeschädigt, war innerlich ausgehöhlt und auch der  Boden fehlte. Altes und neues Baumaterial stapelte sich rund um die Kirche und auf  den Freiflächen innerhalb des Klosters. In der Kirche sah es allerdings so aus, als ob hier Renovierungsarbeiten stattfanden.  Die Wände waren geputzt worden. Alte Farb- od. Putzschichten waren abgeklopft  worden um darunter liegende Fresken frei zu legen. Sogar ein kleiner Altar war hinter der Ikonostase noch aufgebaut. Während wir uns in der Kirche umsahen kam so etwas wie ein Aufseher zu Kloster und fuhr mit seinem Geländewagen bis vor den Klostereingang. Mit ihm kamen war dann  noch ins Gespräch - er sprach sehr gutes Deutsch mit einem Kölner Dialekt, weil er  dort jahrzehntelang gearbeitet hatte - und er erzählte uns, dass im Winter  2012/2013, also nur wenige Monate nachdem unsere Freunde das Kloster besichtigt  hatten, abgebrannt war. Eigentlich war geplant, dass das Kloster wieder aufgebaut  werden sollte, aber es mangle halt am wichtigsten ... dem Geld. Und so kauften wir  im Selbstbedienungssouvenirshop 3 T-Shirts (eines davon nahmen wir Peter unserem  Freund mit, der uns darum gebeten hatte) und legten auch eine Spende für den  Wiederaufbau in die Kassa. Als wir fertig waren gingen wir wieder zu unseren Motorrädern ... und wurden  begleitet von einer äußerst zutraulichen weil wahrscheinlich sehr hungrigen Katze.  Die Katze folgte uns auf Schritt und Tritt und ließ sich durch nichts vertreiben. Und sie war so hungrig, dass sie sogar altes, trockenes Brot fraß ... wir hatten nichts anderes  mehr dabei. In Prilep standen am Straßenrand fahrbare Marktstände und verkauften Unmengen von Gemüse ... in Packungsgrößen, wo ich mich fragte, wer das essen soll bevor es  verdirbt. Von Prilep aus wollten wir nach Kruševo fahren, haben aber die richtige Straße  verpasst. Wir fuhren dann durch ein landwirtschaftlich geprägtes aber offensichtlich  ärmeres Gebiet. Die Ortschaften und Weiler machten einen herunter gekommenen  und vernachlässigten Eindruck. Als wir wieder auf eine Hauptstraße  stießen machten wir bei einer  Tankstelle mit Motel und Restaurant eine längere Mittagspause. Nach der Mittagspause wollte ich  eine andere Straße nach Kruševo  nehmen, verpasste aber wieder die  Kreuzung. So standen wir einige  Kilometer später an einer Kreuzung  bei Popolzhani und ich blickte  wieder einmal auf meine Karte und  das Navi wie es weiter gehen soll ...  und schon wieder stand jemand da, der mir erklären wollte wo ich hin müsse ... dabei wusste ich doch selbst noch nicht einmal wo ich hin wollte :-) Auf der Karte erspähte ich eine Straßenverbindung die uns über einen Höhenrücken  nach Debar bringen könnte. Die wollten wir nehmen und suchten danach. Nach  längerem suchen und versuchen stellte sich die Straße für uns in dieser Situation als  unbefahrbar dar. Einerseits weil der Naturbelag stark durchnässt war und wir mit  unseren MITAS E-07 dafür nicht richtig bereift waren und andererseits wegen Verenas  Schulter, die natürlich immer noch schmerzte und solche Einlagen nicht zuließ. Also fuhren wir Richtung Süden zum Ohridsee. um dort nach wenigen Kilometern  wieder Richtung Norden abzubiegen um erst nach Debar und dann weiter in den   Mavrovo-Nationalpark. Im Nationalpark fährt man dann für mehrere Kilometer beständig bergauf bis man am Mavrovo Jezero bei fast 1400 m den Scheitelpunkt erreicht. Am See oben dürfte vor  kurzer Zeit ein Gewitter niedergegangen sein, weil die Straßen waren nass und es war auch deutlich kühler. Die Fahrt hinunter Richtung Gostivar war geprägt davon, dass wir schon Ausschau nach einer Unterkunft hielten. Aber so richtig ist uns nichts ins Auge gesprungen ... und so  fuhren wir bis Gostivar hinein, drehten dort eine Runde und nachdem wir auch dort  nichts ansprechendes gefunden hatten fuhren wir wieder aus der Stadt hinaus und  blieben beim erstbesten Motel stehen. Aber nachdem sich Verena das Zimmer  angesehen hatte, fuhren wir doch wieder weiter. Im Zimmer und Bad war leider  unübersehbar Schimmelbefall. Also, immer die Zimmer im vorhinein besichtigen. Bis  jetzt hatten wir zwar fast ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht - aber negative  Ausreißer kann es immer wieder geben. Wir fuhren wenige hundert Meter weiter und versuchten es beim nächsten Motel. Das  Zimmer war zwar jetzt was die Einrichtung betraf auch kein Reisser, aber es war  sauber. Hier erfuhren wir auch, dass die Moslems gerade den Fastenmonat Ramadan   begingen. Also brauchten wir auch nicht zu bald essen gehen, da wir ohnehin erst mit  Einbruch der Dunkelheit etwas bekamen. Aber das was wir uns dann bestellten war  dafür wirklich gut.
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Track Tag 8 (341 km)
Höhenprofil Tag 8
Pelister ist der höchste Berg im Baba-Gebirge. Er befindet  sich 15 km westlich von Bitola im Südwesten  Mazedoniens. Pelister hat eine Höhe von 2601 m. Die Balkankieferwälder von Pelister zählen zu den  bedeutendsten Mazedoniens. 1948 ist ein 12.500 Hektar großes Gebiet zum  Nationalpark erklärt worden. Quelle: Wikipedia 
Am Mavrovo Jezero
Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und  neunter Monat des islamischen Mondkalenders. In  ihm wurde nach islamischer Auffassung der Koran  herabgesandt. Vormonat im islamischen  Mondkalender ist der Scha’bān, nachfolgender Monat der Schawwal. Das Fest des Fastenbrechens im unmittelbaren  Anschluss an den Fastenmonat zu Beginn des  Folgemonats Schawwal ist nach dem Opferfest der  zweithöchste islamische Feiertag. Quelle: Wikipedia 
Gostivar ist eine Stadt in Mazedonien und liegt in  der Region Polog im Nordwesten des Landes. Sie ist  Amtssitz der gleichnamigen Opština, die neben der  Stadt noch umliegende Dörfer umfasst und rund 513  Quadratkilometer groß ist. Gostivar liegt am Ostfuß  des Gebirges Šar Planina und ist ein wichtiger  Industrie- und Gewerbestandort Westmazedoniens. Gostivar liegt im oberen Teil der Polog-Ebene am  Flusslauf des Vardars, der etwa sechs Kilometer  südwestlich beim Dorf Vrutok entspringt und die  Stadt in eine Nord- und Südhälfte teilt. Die Ebene ist  eine der wichtigsten Landwirtschaftsgebiete  Mazedoniens. Gostivar liegt zwischen 520 und 550 m. i. J. Quelle: Wikipedia 
Der Mavrovo-Nationalpark ist der größte der drei  Nationalparks in Mazedonien. Er wurde 1949  gegründet und hat eine Fläche von 731 km². Er liegt  im Nordwesten Mazedoniens, südwestlich der Stadt  Gostivar. Ursprünglich hatte der Nationalpark eine Ausdehnung von 118 km². Im Jahr 1952 wurde er erweitert,  gleichzeitig wurde der Mavrovosee – ein in 1233 m. i. J. liegender, 13,7 km² großer Stausee – angelegt, der die Umgebung mit Elektrizität versorgt. Das vom See überschwemmte Dorf Mavrovi Anovi wurde nördlich  des Sees wieder aufgebaut. Der höchste Punkt des  Nationalparks ist die Korab-Spitze. Quelle: Wikipedia 
Tag 1 & Tag2 - Salzburg bis Venedig (451 km) Tag 3 - Igoumenitsa bis Leskovik/CP (156 km) Tag 4 - Leskovik bis Ballaban/CP (188 km) Tag 5 - Ballaban bis Berat/Hotel (72 km) Tag 6 - Ruhetag in Berat/Hotel Tag 7 - Berat bis Bitola/Hotel (274 km) Tag 8 - Bitola bis Gostivar/Hotel (341 km)   Tag 9 - Gostivar - Valbona/Hotel (262 km) Tag 10 - Valbona - Kolasin/Hotel (294 km) Tag 11 - Kolasin - Kotor/CP (276 km) Tag 12 - Kotor - Mojkovac/CP (259 km) Tag 13 - Mojkovac - Zabljak/Hotel (179 km) Tag 14 - Zabljak - Jaice/CP (422 km) Tag 15 - Jaice - Starigrad/CP (388 km) Tag 16 - Starigrad - Seliste Drezniko/Hotel (272 km) Tag 17 - Seliste Drezniko - Oberndorf (575 km)