Nachdem Verena die Entscheidung zur Weiterreise getroffen hatte gingen wir nach  dem aufstehen erst einmal kräftig frühstücken um danach unsere Motorräder wieder  zu bepacken. Nach dem wir unsere Rechnung beglichen hatten, machten wir uns so gegen 9 Uhr auf den Weg und verließen Berat Richtung Norden. Unsere erste Station war nach  wenigen hundert Metern natürlich eine Tankstelle, wo wir unsere Tanks auffüllten und den Luftdruck der Reifen prüften ... ich hatte ja vor drei Tagen einen Patschen und  füllte den Reifen nur mit einem kleinen Kompressor. Außerdem fuhren wir wegen des  Schotters ja mit niedrigerem Luftdruck, der für die bevorstehenden Asphaltkilometer  zu niedrig gewesen wäre. Wir konnten nach unseren Erlebnissen auf diesen echt miesen Schotterpisten gar nicht glauben, dass es in Albanien auch wirklich gute Straßen gibt ... aber ganz  offensichtlich fuhren wir auf so einer. So war auch die Fahrerei für Verena halbwegs  erträglich. Aber nach einer halben Stunde war das mit dem guten Asphalt auch schon wieder zu Ende und mitten in einer Ortschaft begann auf dem  Weg zur nächsten Ortschaft einfach wieder eine  Schotterpiste. Gott sei Dank war die Strecke nicht all zu lange, sodass wir kurz darauf in Belsh auf  einen Kaffee einkehren konnten. In einer der nächsten Ortschaften blieben wir an  einer Kreuzung stehen, weil Verena ein Haus  fotografieren wollte, das im Garten einen Bunker  aus der kommunistischen Zeit stehen hatte.  Schwer zu sagen was erst da war ... der Bunker,  oder das Haus mit Garten. Und in Albanien ist es so, dass, wenn man an   einer Kreuzung steht sicher jemand kommt, der  meint, dass er einen den richtigen Weg zeigen  muss. Auch wenn man gar nicht danach gefragt  hat u./od. der andere eigentlich noch gar nicht  weiß, wo man eigentlich hin will. Aber es ist  jedesmal ein Riesenspass. Die weiteren Kilometer waren unauffällig, wenngleich von der Temperatur her etwas  frisch. Das Thermometer, das zuletzt zw. 30°- 35°C angezeigt hatte, zeigte nun nur  mehr 10° - 12°C an - also doch deutlich kühler. Und so erreichten wir um die  späten Mittagszeit den  Ohridsee. Es ist zwar  eigentlich ein See wieder  jeder andere, aber trotzdem  hat es für mich eine gewisse  Faszination entlang dieses  riesigen Sees zu fahren. Kurz danach fuhren wir durch  die Stadt Pogradec. Wir waren ja in der Vorsaison unterwegs  ... aber ich kann mir bei der  Vielzahl an Bars und Cafès gut vorstellen, dass dort im  Sommer richtig was abgeht. Kurz nach Pogradec überfuhren wir dann die Grenze nach Mazedonien. Gleich nach der Grenze lag dann eines unserer Besichtigungsziele - das Kloster Sveti  Naum. Von außen recht unscheinbar, entpuppt es sich bei genauerem hinschauen als  wahres Kleinod. Leider war das Wetter nicht wirklich einladend ... aber was solls. Wir fuhren also mit unseren Motorrädern zum Kloster, und als erster umfuhren wir den gebührenpflichtigen Parkplatz und fuhren soweit als möglich Richtung Kloster um in  unserer Kluft möglichst wenig gehen zu müssen. Wir stellten dann unsere Motorräder  dort ab, wo auch die Autos  der Betreiber der vielen  Souvenierbuden standen. Und als wir zwischen den  Buden Richtung Kloster  gingen, wurden wir auch  schon auf deutsch  angesprochen. Es war einer von den  Souvenierbudenbetreibern.  Es entspann sich schnell ein  lebhaftes Gespräch. Er  erzählte uns, dass er früher  mehrere Jahre in  Deutschland gearbeitet  habe, dann aber wieder  nach Mazedonien zurück  gezogen sein. Natürlich fragte er uns woher wir kommen. Und als er Salzburg und  Österreich hörte, gab es so wie eigentlich jedesmal in dieser Situation ein Ah und Oh, und wie schön doch nicht Österreich sei und Salzburg kenne man von Namen her  auch. Zum Abschied schenkte er uns noch ein paar Aufkleber mit der mazedonischen  Flagge. Wir gingen weiter Richtung  Kloster und beschlossen,  dass wir vor der Besichtigung noch was essen wollten -  zufällig kamen wir gerade  bei einem Grillrestaurant  vorbei. Während wir in einem, durch dicke Kunststoffbahnen  windgeschützten  Außenbereich des  Restaurants unseren  Pljeskavica aßen erschien  ein Mönch des Klosters, der  bei ein paar Handwerkern  offensichtlich nach dem  rechten schaute. Und wie so der Wind durch sein  weißes Haar und seinen weißen Bart fuhr, machte  er ein eindrucksvolles Bild. Leider ist die Bildqualität durch diese  Kunststoffbahnen nicht sehr gut - aber ich denke,  man kann sich einen Eindruck machen. Nach dem Essen machten wir uns daran, das Kloster zu erkunden. Wir kamen bald  darauf, dass sich die Mönche hier im Laufe der Jahrhunderte ein kleines Paradies  geschaffen haben. Brunnen, Pfaue, eine äußerst ergiebige natürliche Quelle, zu der  man mit Ruderbooten fahren kann und eine wundervolle Lage des Klosters am  Ohridsee. Als wir den Eintritt für die Besichtigung bezahlen wollten, ließ uns der Mönch an der  Kassa durch ohne das Eintrittsgeld zu erheben. Wahrscheinlich gefielen wir ihm in  unserem Motorradoutfit. Nachdem wir mit der Besichtigung fertig waren, machten wir uns daran, das heutige  Tagesziel - die mazedonische Stadt Bitola - zu erreichen. Dabei mussten wir erst vom Ohridsee der auf 690 m ü. NN liegt über einen Pass, der  uns auf ca. 1600 m ü.NN brachte zum Prespasee fahren, der rund 150 m höher liegt  als der Ohridsee. Interessant, dass diese beiden großen, so nah beieinander liegenden Seen einen Höhenunterschied von 150 m haben. Bei der Auffahrt hatten wir noch mal einen schönen Ausblick auf den See. Am Pass oben war es dann rel. ungemütlich. Die Wolkenuntergrenze war knapp  oberhalb unserer Köpfe, es nieselte leicht aus den Wolken heraus und die Temperatur war auf 10°C abgefallen. Die restlichen Kilometer nach Bitola waren unspektakulär. In Bitola gingen wir erst  einkaufen ... dabei stolperten wir unbeabsichtigt über ein äußerst gutes Bier. Das  Skopsko Temno (Скопско Темно), ein wirklich gutes, dunkles Bier ... aber da kamen  wir dann erst im Laufe des Abends drauf. Leider ist das Bier bei uns in Österreich  nicht erhältlich, und ich habe bisher auch noch keinen Weg gefunden, es mir aus  Mazedonien zu einem vernünftigen Preis schicken zu lassen. Nach dem Einkaufen suchten wir uns eine Unterkunft und steuerten dabei gleich  einmal ein in der Nähe zum Supermarkt liegendes Hotel an. Aber dieses Hotel hatte  ein so abstoßendes äußeres, dass wir uns gar nicht näher damit beschäftigten. Also,  auf dem Navi ein neues Ziel rausgesucht ... es war das “Chola Guesthouse” und  entsprach ganz unseren Vorstellungen - individuell, günstig, Motorräder konnten  versperrt abgestellt werden ... und die Zimmer waren riesig. Wir konnten im Garten unser Abendessen zubereiten und dann noch ein wenig den Tag ausklingen lassen. Von den Besitzern erfuhren wir dann während eines netten Gesprächs, dass das Haus  von einem reichen Türken um die Jahrhundertwende erbaut worden sei und als  Sommersitz gedient hatte. In den Wirren des 20. Jhdt. kam es dann in den Besitz der  aktuellen Besitzer. Verena als Hochbauingenieurin war natürlich sehr angetan von  diesem schönen, alten Haus. Nachdem uns am Abend die Biervorräte ausgegangen sind, waren wir froh, dass es in  der Nachbarschaft unserer Unterkunft eine kleine Greisslerei gab. Dort ging Verena  hin um noch zwei Biere zu kaufen. In Ermangelung einheimischer Währung konnten  wir sogar mit Euro bezahlen, aber bekamen als Wechselgeld zwar ganze Euro heraus,  aber keine Cent. Da wir aber auch das kleine bulgarische Geld nicht benötigten schlug die Greisslerin vor das Wechselgeld in Naturalien auszubezahlen. Und so kam Verena  neben den Bierdosen auch noch mit einem halben Liter Milch und ein paar  Süßigkeiten zurück. Als ich ca. eine Stunde später noch einmal 2 Biere holte war es  dasselbe, nur dass ich keine Süßigkeiten nahm.
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Track Tag 7 - 274 km
Bunker in Albanien: Die Bunker in Albanien entstanden vor allem  zwischen 1972 und 1984, als unter der Herrschaft  von Enver Hoxha im kommunistischen Albanien  gegen 200.000 Bunker erbaut worden sind. Die  Bunker sollten der Verteidigung des Landes im  Falle einer Invasion durch ausländische Truppen  dienen. Die überall sichtbaren runden und an Pilze erinnernden Pillbox-Bunker waren zusammen mit  anderen Bunkerbauten die bedeutendste  militärische Anlage, die während des  kommunistischen Regimes in Albanien gebaut  worden ist. Sie prägten während der 1980er und  1990er Jahre vielerorts das Landschaftsbild und  sind auch heute noch häufig zu sehen. Quelle: Wikipedia 
Der Ohridsee ist der größte See Mazedoniens, einer der größten  auf der Balkanhalbinsel und einer der ältesten der Erde. Der Wasserspiegel liegt 695 m ü. A.. Der  Ohridsee hat eine maximale Tiefe von 287 Metern. Seine Fläche wird in Mazedonien mit 349  Quadratkilometern angegeben, während amtliche  albanische Quelle sogar von 362,6  Quadratkilometern sprechen und sich in der  Literatur auch weitere Zahlen wie 358  Quadratkilometer finden. Der größere Teil gehört  zur Republik Mazedonien, der kleinere zur  Republik Albanien, wobei auch hier  unterschiedliche Zahlen vorliegen. Am  mazedonischen Ufer sind Ohrid und Struga die  wichtigsten Städte, am albanischen ist es  Pogradec. Insgesamt leben mehr als 200.000  Menschen rund um den See. Quelle: Wikipedia 
Mazedonien: Mazedonien ist ein Binnenstaat in Südosteuropa. Auf Grund des Namensstreits mit dem südlichen Nachbarn Griechenland wird er auch als ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien (kurz EJRM; englisch Former Yugoslav Republic of Macedonia, kurz FYROM) bezeichnet. Mazedonien wurde 1944 im Widerstand als Sozialistische Republik Mazedonien gegründet, war ab 1946 offiziell südlichste Teilrepublik des sozialistischen Jugoslawien und rief 1991 seine Unabhängigkeit aus. Seit Dezember 2005 hat Mazedonien den Status eines Beitrittskandidaten der EU.  Mazedonien hat laut der letzten Volkszählung 2002 genau 2.022.547 Einwohner.  Die Bevölkerung Mazedoniens ist nicht homogen. Über neun Ethnien leben im Land. Aus diesem Grund gab es in der Vergangenheit, aber auch heute noch Konflikte zwischen den einzelnen Volksgruppen. 2001 entkam Mazedonien knapp einem Bürgerkrieg.               Quelle: Wikipedia Sv. Naum Sv. Naum Sv. Naum Sv. Naum Sv. Naum
Manastir Sveti Naum: Das Kloster Sveti Naum ist ein am Ende des 9.  Jahrhunderts vom heiligen Naum gegründetes  Kloster in der Nähe von Ohrid in Mazedonien.  Naum liegt im Kloster begraben. Das Kloster ist  zusammen mit der Stadt Ohrid, dem Ohridsee und  dessen Umgebung eine Stätte des UNESCO-  Welterbes. Es gehört aufgrund seiner historischen  Bedeutung und sehenswerten Lage zu den  beliebtesten Touristenzielen in Mazedonien. Das Kloster wurde um 895 vom von Naum mit der  Unterstützung der bulgarischen Zaren Boris I. und  Simeon I. gegründet. Nach dem Tod von Naum am 23. Dezember 910 wurde das Kloster ihm zu Ehren  gewidmet und umbenannt. 1870 zerstörte ein Feuer das Kloster bis auf die  Klosterkirche. Die heutige Anlage wurde in der  darauffolgenden Zeit errichtet. Nach der  Eroberung der Region durch Serbien während des  Balkankrieges von 1912 wurde in der Nähe des  Klosters eine Residenz des serbischen Königs und  die Kirche des heiligen Ivan Vladimir gebaut. Von  1913 bis 1925 gehörte das Kloster zu Albanien.  Ahmet Zogu, der sich mit jugoslawischer Hilfe im  Dezember 1924 in Tirana an die Macht putschen  konnte, trat es zum Dank für die Unterstützung an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen  ab. Heute gibt es keinen Konvent mehr und nur die  Klosterkirche, eine typische dreischiffige  Kreuzkuppelkirche, wird noch für sakrale Zwecke  genutzt. Quelle: Wikipedia 
Panorama Ohridsee Unser Zimmer nach der ersten Inbesitznahme Chola Guesthouse Der großzügige Eingangsbereich Der großzügige Eingangsbereich Bitola: Bitola ist mit fast 75.000 Einwohnern (Stand: 2002) die zweitgrößte Stadt Mazedoniens. Sie bildet ein administratives, wirtschaftliches, kulturelles und politisches Zentrum im südlichen Teil des Landes. Die Innenstadt wird durch historische Bauten aus der Zeit der osmanischen Ära geprägt. Neben den vielen Moscheen gibt es in Bitola eine Reihe orthodoxer Kirchen sowie ein katholisches Gotteshaus. Aus der osmanischen Ära sind noch der überdachte Markt (Besistan), die Isak-Moschee, die Weiße Moschee, die Jeni-Moschee und die Jahdar-Kadi-Moschee erhalten geblieben. Diese Bauwerke wurden im 16. Jahrhundert errichtet. Die Jahdar-Kadi-Moschee wurde von Sinan, dem berühmtesten osmanischen Architekten jener Epoche errichtet.  Quelle: Wikipedia
Höhenprofil Tag 7
Tag 1 & Tag2 - Salzburg bis Venedig (451 km) Tag 3 - Igoumenitsa bis Leskovik/CP (156 km) Tag 4 - Leskovik bis Ballaban/CP (188 km) Tag 5 - Ballaban bis Berat/Hotel (72 km) Tag 6 - Ruhetag in Berat/Hotel Tag 7 - Berat bis Bitola/Hotel (274 km) Tag 8 - Bitola bis Gostivar/Hotel (341 km)   Tag 9 - Gostivar - Valbona/Hotel (262 km) Tag 10 - Valbona - Kolasin/Hotel (294 km) Tag 11 - Kolasin - Kotor/CP (276 km) Tag 12 - Kotor - Mojkovac/CP (259 km) Tag 13 - Mojkovac - Zabljak/Hotel (179 km) Tag 14 - Zabljak - Jaice/CP (422 km) Tag 15 - Jaice - Starigrad/CP (388 km) Tag 16 - Starigrad - Seliste Drezniko/Hotel (272 km) Tag 17 - Seliste Drezniko - Oberndorf (575 km)