Als wir gegen 7.30 Uhr zum Restaurant  gingen um zu frühstücken standen wir  vor verschlossenen Türen obwohl wir  gestern beim Abendessen noch diese  Uhrzeit ausgemacht hatten. Die  Besitzerin kam mit ihrer Tochter erst  um 8 Uhr - also zur ganz normalen  Öffnungszeit. Aber irgendwie schien  sie das schlechte Gewissen zu  drücken. Wir bekamen ein typisches kräftiges  Balkanfrühstück mit gebratenen  Speck, Spiegeleiern, Gemüse, Brot  Frischkäse und Butter. Das ich gestern  mit der Tochter des Hauses ausgehandelt hatte, dass das Frühstück beim Zimmerpreis dabei ist, wurde wohl nicht weiter gegeben. Und es wurden € 10,-/Person zusätzlich  zum Zimmerpreis verrechnet. So zufrieden ich und meine Freunde im Herbst 2014 hier waren, so unzufrieden und geneppt fühlten sich Verena und ich jetzt. Aber was soll’s  ... Geld ist ja nur bunt bedrucktes Papier und in Scheiben geprägtes Metall. Wir fuhren also Richtung Süden, durch ein liebliches Tal auf einer kleinen Straße. Als  uns auf einmal eine riesige Baustelle auffiel, wo viele Container aufgestellt  wurden.Wir blieben stehen und schauten uns die Informationsschilder an. Man hat hier vor, durch dieses schöne, liebliche Tal eine Autobahn zu bauen! Ein Vorhaben, das in  Österreich in dieser Form wohl gänzlich unmöglich wäre. In diesem Tal soll ... ... eine Autobahn gebaut werden! Bei Veruša verließen wir das Tal, weil es hier zum Rickavačko Jezero ging. Der See war ein Teilziel des ursprünglichen Tourplanes ... wobei wir dann auf Schotterstraßen  weiter Richtung Podgorica gefahren wären ... das entfiel natürlich. An einer schönen  schattigen Stelle blieb dann Verena zurück und machte eine längere Pause, während  ich alleine zum See rauf fuhr. Anfänglich war die Schotterstrecke recht einfach zu  fahren. Aber ab dem Zeitpunkt, an dem sich die Straße zum Rickavačko Jezero absenkte ging  es ganz schön steil bergab. Und bei einer Wasserrinne federte mein Vorderrad wieder  einmal so stark ein, dass der Kotflügel wieder bei der Sturzbügelbefestigung hängen  blieb und die improvisierte Kabelbinderbefestigung wegen Überlastung zerstört  wurde. Da ich mit dem lockeren Kotflügel nicht weiterfahren konnte musste ich  stehen bleiben um mir aus Kabelbindern wieder etwas zu basteln. Glücklicherweise  hatte ich eine 100er Packung Kabelbinder mit. Bei der Rückfahrt zu Verena blieb ich dann noch bei einem wild wachsenden  Rosenbusch stehen ... Wenig später war ich wieder  bei Verena und wir fuhren  gemeinsam weiter in Richtung Podgorica. Je tiefer wir  hinunter und je näher wir der  montenegrinischen  Hauptstadt kamen desto  heißer wurde es. Bei einer  Tankstelle entledigten wir uns unserer langen Unterwäsche,  die wir an hatten seit dem wir  in der Früh weg gefahren  waren, und unserer Jacken  und tauschten sie gegen  unsere Enduroshirts ein. Dann  fuhren wir auf schnellstem  Weg durch die Hauptstadt  Montenegros durch um bald  darauf über ein Brücke zu fahren die über den nördlichen Teil des Skadarsko Jezero  führte. Danach fuhren wir dann wieder ins “Gebirge” um dann an die Küste Montenegros zu  fahren. In Sveti Stefan machten wir dann in einem Restaurant mit Meerblick eine  Kaffeepause. Im Anschluss an die Pause fuhren wir bei Budva wieder 700 m nach oben. Entlang des  Aufstiegs boten sich schöne Ausblicke auf Budva und die Bucht. Bei Cetinje bogen wir in den Lovcen Nationalpark ab. Nach der Entrichtung einer  kleinen Gebühr fuhren wir zuerst zum Negjoš-Mausoleum hinauf. Als wir am Parkplatz ankamen stellten wir fest, dass wir noch ziemlich viele Stufen hinauf steigen mussten  um wirklich zum Mausoleum zu kommen - das schenkten wir uns. Vom Mausoleum aus machten wir uns auf den Weg zur Bucht von Kotor. Am Weg  dorthin fuhren wir bei einer Weggabelung vorbei. Von dort zweigte ein  vielversprechender geschotterter Weg zu einem Sender ab. Ich sprach mich kurz mit  Verena ab. Sie wartete an der Weggabelung, wo auch ein Bank zum Verweilen einlud. Ich gab noch schnell mein Topcase runter um ein paar Kilo Gewicht zu sparen und  machte mich auf den Weg zum Sender. Von oben hatte man dann eine schöne Sicht  auf die Bucht von Kotor - unserem heutigen Tagesziel. Wieder bei Verena angelangt fuhren   wir weiter. Die Strecke mit den vielen  Kehren hinab zur Bucht kannten wir  schon von unserer Tour 2011. Bei der  Einmündung der Straße die vom Berg  herabkommt in jene, die nach Kotor  führt ist ein kleiner  Lebensmittelmarkt. Dort versorgten  wir uns mit kühlen Getränken und  Abendessen. Dann fuhren wir auf der  Halbinsel Tivat hinauf zum alten  österr. Sperrfort Vrmac. Dort wusste  ich von unserer Tour 2014, hat man  hervorragende Möglichkeiten einen  schönen Platz zum Zelten zu finden. Nachdem wir das Zelt aufgestellt hatten kochte  uns Verena noch was gutes am Gaskocher. Den Abend genossen wir dann bei lauen  Temperaturen bei einem kleinen Lagerfeuer.
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Track Tag 11 (276 km)
Höhenprofil Tag 11
Abfahrt zum Rickavačko Jezero Blick auf den Rickavačko Jezero Über der Morača Die Insel Sveti Stefan
Autobahn Bar - Boljare  soll die erste montenegrinische Autobahn werden.  Sie soll den Adria-Hafen Bar im Süden des Landes mit der montenegrinisch-serbischen Grenze im Norden  verbinden. Bis Mateševo wird die Autobahn dabei  größtenteils entlang der Bahnstrecke Belgrad–Bar  verlaufen. Die Autobahn ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt: Der südliche Abschnitt (ca. 52 km) verbindet die  Hafenstadt Bar über den neu zu bauenden Sozina-  Autobahntunnel und Virpazar mit Podgorica bzw. den Stadtteil Smokovac. Der Abschnitt beinhaltet damit  auch eine westliche Umfahrung von Podgorica. Der mittlere Abschnitt (ca. 40 km) führt von  Smokovac nach Mateševo. Durch die direkte  Trassenführung wird die Morača-Schlucht umgangen, was allerdings aufgrund der Topographie zu hohen  Baukosten von mehr als 20 Mio. Euro pro Kilometer  führt. Der nördliche Abschnitt (ca. 76 km) verbindet  Mateševo über Andrijevica und Berane mit Boljare an der montenegrinisch-serbischen Grenze. Auf  serbischem Territorium soll die Autobahn dann  weiter über Požega bis Belgrad fortgesetzt werden. Offiziell wurden die Bauarbeiten am 15. Oktober  2009 begonnen, jedoch kurze Zeit später eingestellt,  da der Vertrag mit dem ausführenden kroatischen  Konsortium gekündigt wurde. Derzeit (Stand März  2011) finden deshalb keine Bauarbeiten statt. Nach der ursprünglichen Planung sollte die Autobahn innerhalb von 9 Jahren, also Bauende 2018/2019,  fertiggestellt werden. Quelle: Wikipedia 
Sveti Stefan ist eine kleine Adria-Insel in der Nähe von Budva in  Montenegro und zu dessen Gemeindegebiet gehörig.  Ein kurzer Damm verbindet die kleine Insel, deren  Fläche lediglich 1,46 Hektar umfasst, mit dem  Festland. Am Festland gegenüber der Insel wächst  seit den 1950er-Jahren das gleichnamige Dorf mit  Appartementhäusern, einigen Hotels und Restaurants den Hang hinauf. Sveti Stefan ist insbesondere bekannt für das  malerische gleichnamige Fischerdorf mit Häusern aus dem 15. Jahrhundert. In den 1950er und 1960er  Jahren wurde das ganze kleine Dorf zu einer  Hotelinsel mit etwa 250 Betten umgebaut. Die  Gassen, Dächer und Häuserfassaden haben ihren  ursprünglichen Charakter bewahrt. Auch ein Casino  war Teil der Anlage, was Sveti Stefan den Namen  Adriatisches Monaco verlieh. Etliche Angehörige der  High Society, unter ihnen Sophia Loren, Sylvester  Stallone und Claudia Schiffer, waren schon zu Gast in Sveti Stefan. Quelle: Wikipedia 
Budva ist eine Stadt in  Montenegro mit ca.  19.000 Einwohnern. Der  Ort lag ursprünglich auf  einer Insel, die  mittlerweile durch eine  Sandbank mit dem Festland verbunden ist. Es ist  einer der ältesten Orte an der Adria, nach alter  Mythologie vor über 2500 Jahren von Kadmos, dem  Sohn des griechisch-phönizischen Königs Agenor  gegründet. Die Stadt wurde 1979 bei einem  Erdbeben fast völlig zerstört, aber originalgetreu  wieder aufgebaut. Budva ist heute vor allem ein  Badeort. Quelle: Wikipedia 
Dort hinauf gehts zum Mausoleum Aussicht vom Parkplatz des Mausoleums Blick hinunter auf die Bucht von Kotor
Tag 1 & Tag2 - Salzburg bis Venedig (451 km) Tag 3 - Igoumenitsa bis Leskovik/CP (156 km) Tag 4 - Leskovik bis Ballaban/CP (188 km) Tag 5 - Ballaban bis Berat/Hotel (72 km) Tag 6 - Ruhetag in Berat/Hotel Tag 7 - Berat bis Bitola/Hotel (274 km) Tag 8 - Bitola bis Gostivar/Hotel (341 km)   Tag 9 - Gostivar - Valbona/Hotel (262 km) Tag 10 - Valbona - Kolasin/Hotel (294 km) Tag 11 - Kolasin - Kotor/CP (276 km) Tag 12 - Kotor - Mojkovac/CP (259 km) Tag 13 - Mojkovac - Zabljak/Hotel (179 km) Tag 14 - Zabljak - Jaice/CP (422 km) Tag 15 - Jaice - Starigrad/CP (388 km) Tag 16 - Starigrad - Seliste Drezniko/Hotel (272 km) Tag 17 - Seliste Drezniko - Oberndorf (575 km)