Im fünften Jahr seines Bestehens ist die Teilnahme am IZI-Treffen für uns  schon fast zur Tradition geworden. Und so fuhren wir am 7.4. erneut Richtung Polen um auf der Burg Grodziec am IZI-Treffen teilzunehmen. Also verluden wir unsere Motorräder in unseren Movano und fuhren Richtung Norden zum Waldpark Grünheide, wo am Wochenende nach dem IZI-Treffen das ITT, das  internationale TransAlp  Treffen stattfinden sollte. Mit einer äußerst netten  Dame aus dem  Verwaltungsteam des  Waldparks hatte ich schon  im Vorfeld ausgemacht,  dass wir unseren  Lieferwagen für eine  Woche auf dem Gelände  des Waldparks abstellen  durften. Und so kamen wir nach ca. fünfstündiger Fahrt gegen 12 Uhr beim Waldpark an,  entluden unsere Motorräder und machten sie fertig für das IZI-Treffen und eine  anschließende einwöchige Tour durch Polen. Kurzfristig hatten wir uns die Anreise zum IZI-Treffen mit einem anderen österr.  TransAlp Fahrer ausgemacht, der ebenfalls zum Waldpark fuhr, um dann mit uns  weiter zu fahren. Dessen Ankunft verspätete sich wegen der vielen Baustellen und Umleitungen. So  hatten wir noch Zeit, dass wir unser Bett machen konnten und dann bei unserer  Ankunft am ITT nichts mehr machen mussten. So gerüstet ging es dann so  gegen 14 Uhr zu Dritt  weiter. Ich machte  wiedereinmal den  “Leitwolf” ... und die  Meute folgte mir brav. Ich hatte für diesen Tag  noch ca. 250 Kilometer auf  kleinen und kleinsten  Straßen im deutsch /  tschechischen Grenzgebiet  geplant. Leider machte  anfangs das Wetter nicht  richtig mit, weil es immer wieder ein bissl herabnässte, und die Straßen  stellenweise nass waren. Das wurde aber zum Abend hin besser. Es wurde auch  wärmer. Bei der Abfahrt vom Waldpark hatte es nur ~ 13°C. Gegen 18 Uhr begannen wir dann uns eine Unterkunft zu suchen. Geplant hatte ich  das Hotel & Restaurant “ORION” in Petrovice. Aber leider, oder sollte ich sagen Gott sei Dank, war dieses Hotel ausgebucht. So gut der Eindruck war, den die Pension bei der Recherche im Internet gemacht  hatte, so zwielichtig und heruntergekommen war er, als wir vor Ort waren. Mich  und Verena erinnerte das Äußere eher an ein Rotlichtetablissement als an ein Hotel. Und so fuhren wir nach kurzer Beratschlagung weiter um uns eine andere  Unterkunft zu suchen. Wir blieben mehrmals stehen  ... aber niemand hatte einen  Platz für uns. Vielleicht, weil  wir auch vergaßen zu sagen,  dass wir vorhatten nur für  eine Nacht zu bleiben. Bei unserer Suche kamen wir  auch an durchaus kuriosen  Interpretationen des Begriffs  “Hotel” vorbei ... so z.B. in  der Ortschaft Tisa ... Der Hotelbesitzer nannte  sein Hotel “Camelot” ...  leider habe ich König Artus  und seine Tafelrunde nicht  gesehen. Schlussendlich fanden wir ganz in der Nähe der Tisaer Steinwände in einem  einfachen, günstigen, aber sauberen und ordentlichen Hotel unsere Bleibe. Das Essen war gut ... und das Bier ganz vorzüglich. Ausgeschlafen und gestärkt nach einem guten Frühstück fuhren wir  gegen 9 Uhr am nächsten Tag weiter. Für heute waren rund 200 km am Plan - also rechnete ich mit einer Ankunftszeit auf der Burg so zw. 113-14 Uhr bei ganz gemütlicher Fahrweise. Aber es sollte anders  kommen. Über kleinste Straßen fuhren wir zuerst nach Dećin/Tetschen an der Elbe. An einer  größeren Tankstelle am  Ortsende machten wir  techn. Halt und tankten.  Und weil meine Twin schon seit Tagen nach Sprit roch  und sie auch während des  Bustransfers inkontinent  war kontrollierte ich den  vor wenigen Tagen  getauschten Schlauch  zwischen Tank und  Benzinfilter. Der  Originalschlauch war  nämlich bei der letzten  Tankdemontage beschädigt worden und wurde von mir durch ein Stück  Benzinschlauch von der Fa. Louis ersetzt. Weil  ich aber schon damals  bedenken hatte, hatte  ich mir vorsorglich  beim fHH (=  freundlicher  Hondahändler) wieder  einen Originalschlauch  zum stolzen Preis von  fast € 9,- (das  entspricht ungefähr €  1,- / Zentimeter  Schlauch!) besorgt,  den ich nun einbaute.  Das kostet uns - trinken, pinkeln, rauchen, 2. Frühstück inkludiert - die erste  Stunde. Weiter ging es  wieder auf  kleinen Straßen,  entlang von Alleen von mit aller  Pracht blühenden  Obstbäumen und  durch alte  Ortschaften mit  schön renovierten  Gebäuden. Auch  die Temperaturen kletterten im Laufe des Tages in  Bereiche, wie es sich für Anfang Mai gehört, sodass wir gegen Mittag stehen blieben um uns von zu warmer Wäsche zu trennen. Wenige Meter danach kamen wir zu einem unserer Zwischenziele, der Höhle des  MC Pekelnè Doly Circa eine Stunde nach unserer Pause bei der Motorradhöhle stehen wir drei an  einem geschlossenem Bahnübergang und warten auf den vorbeifahrenden Zug. Wir  blödeln herum, haben Spaß ... uns gehts einfach gut, und wir liegen gut in der Zeit. Als sich der Schranken öffnet, starten wir unsere Motorräder und fahren los. Nach ungefähr 2-3 km, wir kommen in die nächste Ortschaft, schaue ich in den  Rückspiegel um zu kontrollieren, ob die Meute hinter mir vollzählig ist ... aber es  fehlt einer! Verena und ich fahren rechts ran und warten, dass Lorenz aufschließt ... aber er  kommt nicht. Was mag passiert sein? Rund 3 Kilometer auf vorwiegend gerader  Strecke ... da kann ja nicht viel passieren. Wir fahren zurück. Nach 1,5 km sehe ich schon sein Motorrad am Straßenrand geparkt, Lorenz steht  daneben ... es geht ihm gut. Verena und ich wenden und parken unsere Motorräder vor und hinter seiner  TransAlp. Als wir den Helm  abgenommen haben  erfahren wir den Grund  seines stehen bleibens ...  er hat sich einen Nagel in  den Hinterreifen  eingefahren. Auf meine Frage, ob er  etwas zur Reparatur mit  habe, verneint er. Patschen passieren ja nicht so oft ... Also packe ich meinen  Pannenspray aus und leite  Lorenz an, wie man damit  umgeht. Und, oh Wunder,  der Spray verklebt  wirklich das Loch im  Schlauch. Laut Anleitung  muss man 2-3 km mit 10-  20 km/ fahren um eine  gleichmäßige Verteilung  des klebrigen Zeugs im  Schlauchinneren zu  gewährleisten. Und dann  fährt man natürlich bis  zur nächsten Tankstelle auch nicht recht schnell. Und so hat uns der Patschen,  obwohl wir den Defekt relativ schnell behoben hatten, trotzdem wieder eine gute  Stunde Zeit gekostet. So, nun hieß es aber ein wenig Gas geben, dass wir nicht zu spät auf der Burg  ankommen, und die besten Zeltplätze  schon belegt sind. Aber die tschechischen  bzw. polnischen Straßen machen das nicht einfach ... zum Einen weil die Landschaft  so bezaubernd ist, zum Anderen, weil  gerade in Polen die kleineren Straßen  oftmals in einem katastrophalen Zustand  sind. Aber gegen 16.30 Uhr  erreichten auch wir die  Burg Grodzieć (zu  deutsch Gröditzburg) und  es waren noch gar nicht  mal so viele Leute da. Lorenz nahm gleich  einmal mit seinem Vater,  der überraschender  Weise trotz Krankheit  doch aufs Treffen  angereist war, Kontakt  auf und bezog sein  Quartier im Rittersaal. Und wir suchten uns ein  nettes Plätzchen für  unser Zelt und begannen  uns häuslich einzurichten. Aber wie es so kommt, wird man immer wieder durch  allerlei Leute durch Fragen und Gespräche von der eigentlichen Tätigkeit abgelenkt - und so wird es 18 Uhr, bis wir mit dem Zeltaufbau fertig werden und es uns  häuslich eingerichtet haben. Und da wir schon einen ziemlichen Hunger  haben, lassen wir unsere Anwesenheit beim  Orga-Team mal registrieren. Weil nur so  bekommt man auch die Essensbons. Natürlich wurde allerorten sofort damit  begonnen Benzingespräche zu führen, Bikes zu begutachten und Umbauten zu diskutieren. Also begaben wir uns zu Essensausgabe,  die diesmal eine Cateringfirma  übernommen hatte. Und im Unterschied  zum letzten Jahr bekam man diesmal ein Stück Fleisch und eine Grillwurst und  man konnte sich ohne Probleme  Nachschlag holen. Außerdem gab es  vorzügliches Grammelschmalz und gutes  Schwarzbrot zur freien Entnahme. Am Abend, nach ein paar Reisevorträgen, die jetzt nicht maßlos spannend waren,  spielte dann ein Band auf, die wirklich gut war und ordentlich Stimmung machte. Der 3. Tag begann leider mit Regen. So wurden die Abfahrten der  verschiedenen Tourengruppen halbstündig nach hinten verschoben. Aber letztlich  fuhren doch alle Gruppen zwischen 10 - 10.30 Uhr los. Für Verena und mich war es  allerdings immer noch zu feucht, und so ließen wir unsere Teilnahme bei Jagnas  Soft Enduro Gruppe sausen und blieben mit vielen anderen noch weiter auf der  Burg. Gegen 13 Uhr kam aber doch noch die Sonne raus und Verena, Tom und ich fuhren  auf eigene Faust los um in einer kurzen Runde die nahe Gegend zu erkunden. Erst  fuhren wir nur auf Asphalt - und nach dem die Gegend dort wenige Kurven bietet,  wurde uns das bald langweilig. So beschlossen wir uns unbefestigte Wege zu suchen, die wir natürlich alsbald fanden. Und so wurde schnell eine “Kurt Light Endurotour” aus unserem Ausflug. Nur Tom auf seiner Varadero mit einer reinrassigen  Straßenbereifung war über die nun folgende Streckenwahl nicht so glücklich. Aber  dank seines Fahrkönnens wurde er damit auch fertig.
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Robert “IZI” Galka
Das “IZI-Treffen” wird seit 2011 alljährlich am  2. Wochenende im Mai auf der Burg Grodziec in  Polen, Wojwodschaft Oberschlesien, abgehalten. Das “IZI-Treffen” wurde ins Leben gerufen, weil  Robert “IZI” Galka am 26.7.2010 auf einer Straße an der tadschikisch/afghanischen Grenze bei  einem tragischem Unfall ums Leben kam. Mit dem Reinerlös des Treffens wurde und wird sein Sohn Rafal ein wenig unterstützt. Inzwischen  werden auch andere Kinder von verstorbenen  poln. Motorradfahrern unterstützt.
Für Kurt eine Rennwagenbettwäsche ... ... und für Verena eine Bibi Blocksberg Bettwäsche :-D weiter zur Polentour
Tisaer Steinwände: Tyssaer Wände (tschechisch Tiské stěny) wird eine Felsenstadt im Westen der Böhmischen Schweiz unweit der landschaftlichen Grenze zum Erzgebirge genannt. Das Gebiet nahe dem namensgebenden Tisá (Tyssa) mit seinen bis zu 30 m hohen Felsen gilt als eine der größten touristischen Attraktionen der Böhmischen Schweiz. Die Tyssaer Wände und auch die benachbarten Bürschlitzwände (Bürschlické stěny) stehen als Nationales Naturreservat unter Naturschutz.
Track 1. Tag - 293 km
Track 2. Tag - 263 km
Motorradparkplatz Burg Grodzieć niederschlesische Landschaft That's Enduro That's Enduro That's Enduro That's Off Road
Track Kurt’s Light Enduro Tour - 146 km